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16.11.2020 10:15 Uhr
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Zahlreiche Verstöße gegen die derzeit geltenden Infektionsschutzbestimmungen – Polizei appelliert wiederholt an Vernunft der Bürgerinnen und Bürger

NIEDERBAYERN. Rund 140 Verstöße, überwiegend gegen die Kontaktbeschränkungen, registrierte das Polizeipräsidium Niederbayern zwischen Freitag (13.11.2020) bis zum gestrigen Sonntag (15.11.2020).

Die niederbayerischen Polizeidienststellen haben am vergangenen Wochenende zahlreiche Verstöße gegen die momentanen Kontaktbeschränkungen festgestellt. Größtenteils sind die rund 140 Verstöße bei Verkehrskontrollen und auf öffentlichen Plätzen festgestellt worden.

Häufig haben sich auch Personen unterschiedlicher Hausstände an öffentlichen Plätzen und in Parkanlagen getroffen, um dort Alkohol zu konsumieren. In Grafenau musste die Polizei am vergangenen Freitag eine sog. „Coronaparty“ von mehreren, z. T. uneinsichtigen Jugendlichen auflösen und entsprechende Anzeigen mit empfindlichen Geldbußen an das Landratsamt Freyung-Grafenau erstellen.

In Lalling, Lkr. Deggendorf, wurde die Deggendorfer Polizei ebenfalls zu einer Corona-Party gerufen. Dort haben sich acht Personen aus verschiedenen Hausständen zum Feiern getroffen. Mehrere Anzeigen waren die Folge.

In Dingolfing stellte die Sicherheitswacht am Samstag, 14.11.2020, auf einem Schulhofgelände mehrere Erwachsene und Jugendliche unterschiedlicher Haushalte fest, eine 15-Jährige trank zudem hochprozentigen Wodka. Gegen alle Anwesenden wurden Anzeigen gegen das Infektionsschutzgesetz erstattet.

Ein 55-jähriger Mann aus Altdorf, Lkr. Landshut, ist aufgrund seiner erheblichen Alkoholisierung am Samstagabend in eine Landshuter Klinik eingeliefert worden. Er hatte sich wenige Stunden zuvor in einem Garten mit acht Personen zum Feiern verabredet.

Scheinbar plötzliche Einsicht stellte sich bei einem 20-jährigen Landshuter ein. Er befand sich zusammen mit zwei weiteren Personen unterschiedlicher Hausstände in einem Audi. Bei der Kontrolle am gestrigen Sonntag, kurz nach Mitternacht, klappte er die Rücksitzbank zurück, um sich im Kofferraum zu verstecken. Der Besitzer des Wagens zeigte erst nach mehrmaliger Aufforderung sein Warndreieck und Verbandskasten; die Ausrüstungsgegenstände befanden sich im Kofferraum des Audis.

Das Polizeipräsidium Niederbayern möchte erneut an das Verantwortungsbewusstsein und die Solidarität der Bevölkerung appellieren und derartige Zusammenkünfte zu unterlassen, um so die Weiterverbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern



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