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13.11.2020 10:00 Uhr
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„Falsche Bankangestellte“ am Telefon – Warnhinweis

NIEDERBAYERN. In den vergangen Wochen kam es gehäuft zu betrügerischen Telefonanrufen durch falsche Bankangestellte, welche von den Opfern Zugangsdaten zum Onlinebanking ergaunern wollten. Das Polizeipräsidium Niederbayern warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Verhaltenstipps für Betroffene.

In den vergangenen Wochen erreichten die Polizeidienststellen in Niederbayern immer wieder Hinweise auf betrügerische Telefonanrufe. Eine Häufung trat zuletzt im Bereich der Polizeiinspektion Straubing auf. Die betrügerisch agierenden Anrufer gaben sich jeweils als Bankangestellte aus und forderten die Geschädigten durch geschickte Gesprächsführung dazu auf, ihnen ihre PIN- oder TAN-Nummer zu nennen. Als Grund hierfür wurden beispielsweise Unstimmigkeiten auf dem Konto angegeben, die überprüft werden müssten, um unberechtigte Geldtransaktionen zu verhindern.

Opfer, die hierauf mit einer Datenherausgabe reagieren, bringen ihr Bankguthaben in große Gefahr. Die angeblichen Bankangestellten verwenden die telefonisch erlangten Zugangs- und Transaktionsdaten, um unerlaubt Überweisungen vom Konto des Geschädigten zu veranlassen und sich dadurch direkt oder über Mittelsmänner, sogenannte Finanzagenten, zu bereichern.

Ein beispielhafter Fall aus dem Bereich der Polizeiinspektion Hauzenberg (Lkr. Passau) zeigte, dass die Täter umgehend nach dem Telefonat agieren: Über das Online-Banking des Opfers wurden am 09.11.2020 auf dem beschriebenen Weg 11.000 € auf ein anderes Konto überwiesen. Obwohl der Transfer innerhalb des gleichen Geldinstituts erfolgte und ein echter Bankmitarbeiter auf die ungewöhnliche Aktivität aufmerksam wurde, konnte die Summe nicht mehr zurückgeholt werden.
Ein Mittelsmann nahm direkt nach der Überweisung das Geld durch mehrere Abhebungen von einem Geldautomaten in Karlsruhe an sich. Zwar konnten hiervon Videoaufnahmen der Bank gesichert werden, über die ein 24-jähriger Mann aus Karlsruhe identifiziert werden konnte. Nach bisherigen Erkenntnissen hat dieser die erlangte Summe jedoch bereits an Hintermänner weitergegeben.

Die eigentlichen Drahtzieher dieser Masche sind oftmals schwer zu ermitteln, weil diese ihre digitalen Spuren verwischen, mit falschen Personalien agieren, zum Teil Tatgehilfen einsetzen oder Gelder über anonymisierte Transferdienste ins Ausland weiterleiten.

Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern



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