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30.09.2018 15:30 Uhr
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Sicherungsverwahrter bei Entlassungsvorbereitung verschwunden – Ergreifung kurz vor Einleitung der Öffentlich

Der Mann befand sich seit dem 25.09.2018 im Rahmen der Vorbereitungsmaßnahmen zu seiner Entlassung zum "Probewohnen" in einem Übergangsheim in München. Er war zuvor als Sicherungsverwahrter in der Einrichtung für Sicherungsverwahrung Straubing untergebracht. In der Landeshauptstadt konnte sich der 59-Jährige grundsätzlich frei bewegen, allerdings musste er sich täglich morgens an seiner Arbeitsstelle einfinden. Am Morgen des 28.09.2018 war er nicht an der Arbeitsstelle erschienen.

Erste Ermittlungen der Straubinger Kriminalpolizei ergaben, dass die Person möglicherweise mit der Bahn in Richtung Passau unterwegs ist. Die Kontrollen des Zugverkehrs verliefen jedoch negativ. Unverzüglich nach Bekanntwerden der Nichtrückkehr wurden Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, um den Aufenthaltsort des 59-Jährigen ausfindig zu machen. Diese wurden sowohl in München, als auch in Niederbayern und insbesondere in Passau, wohin frühere Kontakte bestanden, in die Wege geleitet. Weitere Details über die getroffenen Maßnahmen können aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben werden.

Der 59-Jährige war wegen eines Sexualdeliktes seit längerer Zeit in Haft und anschließend in Sicherungsverwahrung in der Justizvollzugsanstalt Straubing. Voraussichtlich wäre er innerhalb der nächsten 12 Monate aus der Sicherungsverwahrung entlassen worden.

Kurz vor Einleitung einer Öffentlichkeitsfahndung konnte schließlich der Aufenthaltsort des 59-Jährigen am Samstagabend, 29.09.2018 festgestellt werden. Auf der Intensivstation eines Krankenhauses in München, wohin sich der Gesuchte selbst bereits am Freitagabend wegen gesundheitlicher Probleme begab, konnte er widerstandslos in Gewahrsam genommen werden.

Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, Einsatzzentrale, Reiner Schmidt, EPHK,
Tel.: 09421/868-1410
Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern



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